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Umtausch in einen deutschen Führerschein

Oder auch: Der Verfasser hat keinen Friseur

Dem einen ist der polnische EU-FS peinlich, dem anderen die Fragerei leid der deutschen Rennleitung, warum er denn keinen deutschen Führerschein habe, die Gründe sind vielfältig, dennoch muss ich mal dringend auf den Umstand hinweisen, dass dieser „Umtausch“ eine haarige Angelegenheit sein kann. Was mir peinlich ist, ist zum Beispiel der Personalausweis, anstelle eines Personenausweises, die durchgehende Großschreibung der Namen, was eine Sache, einen Besitz kennzeichnet, die Staatsangehörigkeit anstelle einer Staatsbürgerschaft, und der Name dieses „Staates“, dem wir angeblich angehören: „deutsch“. Oder der Ort, an dem wir unsere Staatsbürgerschaft beantragen, wir können das, Abgeordnete müssen das, nämlich bezeichnenderweise die Ausländerbehörde usw. Für die Änderung dieser mehr als peinlichen Dinge hätte ich Verständnis und würde sie unterstützen, nicht so für den Umtausch eines EU-FS. Warum?

EU-Führerscheine wurden 1999 vor allem mit dem Ziel eingeführt, dass sie innerhalb der EU gleich aussehen, gleichviel bedeuten und aussagen, und damit man sie eben nicht mehr umtauschen muss. Und dann kommt Michel Normdeutsch im Jahre 2017 daher, also 18 Jahre nach Einfuhr dieser FSe, obendrein mit einer MPU-Auflage, um eben diesen EU-FS innerhalb der EU umzuschreiben, und das ausgerechnet bei dem Fahrerlaubnisbüro, wo er eine MPU Auflage hat. Wem die Hirnrissigkeit der Aktion hier noch nicht klar ist, versetze sich kurz in die Lage derer, hinter dem Schreibtisch, wo die MPU (und die dazugehörenden 3.500 €) nicht gebracht wurden und lese kurz die durchaus üblichen Ergebnisse der Aktion.

In über der Hälfte der Fälle kommt es zum Verfahren der Aberkennung des Rechts, von der polnischen FE Gebrauch zu machen, da man sie ja unter einem Verstoß gegen das Wohnortprinzip erworben habe, da man ja nur ein paar Wochen in der BRD abgemeldet gewesen sei oder ähnlichem. Oftmals werden auch Anträge vertauscht, so unterschreibt der Antragsteller statt der Neuausstellung der polnischen FE einen Antrag auf Wiedererteilung (seiner alten) und nicht selten, dass er – man darf ja nur einen FS haben in der EU, - auch noch unterschreibt, er verzichte rechts- und endgültig auf alle eventuell noch in der EU auf ihn ausgestellte FSe (also auf seine legale polnische FE). Jetzt nehmen wir mal an, es hat geklappt, mir der Umschreibung, was hat man erreicht? – Das man vollends den deutschen Büros wieder ausgeliefert ist, in PL kann man weder eine Erweiterung machen, noch wird die Klasse B im Zweifelsfall bei Neuerwerb der Klasse A wieder eingetragen, sie ist durch die Umschreibung blockiert, nicht mehr da für PL. Bei einem Fahrverbot o.a. kann man nicht wie mit dem EU-FS aus PL in den anderen EU-Staaten weiterfahren, sondern der der deutsche FS wird einfach einbehalten. Und – wenn man im Ausland unterwegs ist, jemand Deutsch versteht oder das Teil übersetzt wird, dann kommt man jetzt, über 70 Jahre nach Kriegsende, in Zeiten, wo Worte wie Neger. Mohrenköpfe und Zigeunerschnitzel Geschichte sind, mit einem „deutschen Führerschein“ daher, ein Auftritt, der wohl weit peinlicher sein dürfte, als einem Rennleiter in Deutschland (meist ausgestattet mit Schuhen aus Rumänien und einem Handy aus Fernost) seinen EU-FS aus Polen vorzulegen. Und das meist auch nur einmal mit einer kurzen Diskussion, sind die Dinger doch seit 2013 alle wegen der vorgeschriebenen Amtshilfe als Fax in Eurer Akte in Flensburg bei KBA, also mit einem Anruf von 5 Minuten an der Nummer auch überprüft.

Wer es dennoch gern möchte und mag, der achte auf die Gesetze, die 3. Richtlinie der EU 2006/126/EG lässt die Umschreibung zu gemäß Artikel 11 Absatz „1. Hat der Inhaber eines von einem Mitgliedstaat ausgestellten gültigen Führerscheins seinen ordentlichen Wohnsitz in einem anderen Mitgliedstaat begründet, so kann er einen Antrag auf Umtausch seines Führerscheins gegen einen gleichwertigen Führerschein stellen. Es ist Sache des umtauschenden Mitgliedstaats, zu prüfen, für welche Fahrzeugklasse der vorgelegte Führerschein tatsächlich noch gültig ist.“ Und „5. Die Ersetzung eines Führerscheins infolge beispielsweise von Verlust oder Diebstahl kann nur bei den zuständigen Behörden des Mitgliedstaats erlangt werden, in dem der Führerscheininhaber seinen ordentlichen Wohnsitz hat; diese nehmen die Ersetzung anhand der ihnen vorliegenden Informationen oder gegebenenfalls anhand einer Bescheinigung der zuständigen Behörden des Mitgliedstaats vor, die den ursprünglichen Führerschein ausgestellt haben.“ Die Bescheinigung gibt es über uns, dennoch empfiehlt sich immer die Vetretung durch einen Profi (RA), der sich damit auskennt. Und abschließend ein ernst gemeintes Wort an alle mit einem EU-FS aus Stettin. Lasst es mit dem Umschreiben, denn das Stettiner LRA schreibt regelmäßig auf die Frage nach dem ordentlichen Wohnsitz (Einhaltung der 186 Tages Regelung) „Unknown“ (ist uns unbekannt). Womit der Ärger in dem Falle mehr als vorprogrammiert ist.

Grüße am 27.03.2017. Nette natürlich.