Als 2007 Flensburg 50 Jahre sein VZR (Verkehrszentralregister) feierte, hatten wir bereits 8,4 Mio eingetragene FS-Inhaber, über 30% war die FE (Fahrerlaubnis) entzogen, jährlich kommen ca 100.000 dazu. Wir haben also momentan ca. 3 Mio Betroffene.
In anderen Ländern sind die Zahlen ähnlich erschreckend hoch, allerdings regelt da das Gericht sogleich sowohl die Dauer des Entzuges (gerichtliche Sperrfrist) nahc einem Vorfall, als auch die Tatsache, ob der FS (Führerschein danach zurück gegeben wird, oder die FE neu erworben werden muss.
Anders in D. Hier "ruht" die FE bis zu 15 Jahren, man hat 5 Jahre Anlaufhemmung, (macht man, schafft man, die MPU oder nicht) danach 10 Jahre Verjährung. Manche sitzen auch die Zeit einfach ab, und erhalten nach dieser Frist tatsächlich ihren FS zurück. Ich brauche hier sicher niemandem erklären, mit welchen fatalen Folgen man zu rechnen hat, einem Menschen, der 15 Jahre nicht aktiv am Straßenverkehr beteiligt war, die technische Entwicklung vielleicht auch verschlafen hat, den FS einfach wieder zu geben.
Ehrlicher ist da meiner Meinung nach schon der Neuerwerb der FE, mit neuer Eigungsuntersuchung und staatlicher Prüfung. Bei der MPU wird im besten Fall eh im positiven MPG (medizinisch psychologischen Gutachten) nur festgestellt, dass die Ursachen des Fehlverhaltens beseitigt scheinen und ein weiteres Fehlverhalten nicht angenommen wird.
Warum die MPU dann noch bleibt und nicht abgeschafft wird, beantworten die Zahlen. Wenn man die komplette Untersuchung mit Vorbereitung und allem Drum und dran rechnent, kommt man im Durchschnitt auf 3.000 €.
3 Mio mal 3 Tausend ergeben 3 Milliarden Euro - einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor also, den einfach abzuschaffen - viel Erfolg :)

